21. Fachtagung Kommunale Wasserwehren für Hochwasserschutz - Freitag, 6. Oktober 2017

in ideeller Trägerschaft der Akademie der Sächsischen Landesstiftung Natur und Umwelt

21. Fachtagung Kommunale Wasserwehren für Hochwasserschutz

Mit der 21. Fachtagung Kommunale Wasserwehren wurde die Fortbildungsreihe der Sächsischen Landesstiftung Natur und Umwelt zum Thema Hochwasserschutz im Rahmen der FLORIAN fortgeführt. Die allein in den ersten sieben Monaten des Jahres 2017 aufgetretenen Hochwasserlagen im Freistaat Sachsen zeigen deren Häufigkeit und Ursachenvielfalt prägnant auf. So war die Hochwassersituation Ende Februar/Anfang März 2017 bedingt durch die Schneeschmelze in den Gebirgslagen, die durch Niederschläge verstärkt wurde. In den Oberläufen kam es zügigen, aber insgesamt unkritischen Anstiegen der Wasserführung. Die bestehenden Stauanlagen haben das ablaufende Hochwasser beherrscht und dabei merklich reduziert.

Mitte Mai traten durch heftigen Starkregen verursachte unwetterartige Entwicklungen mit vereinzelten Überschwemmungsereignissen auf - so in Spitzkunnersdorf, nahe Zittau. Ende Juni führte Dauerregen zu einer weiteren Hochwassersituation in Teilen Sachsens. Die anhaltende Schlechtwetterlage im Juli durch ein ausgeprägtes Tiefdruckgebiet über Zentral- und Osteuropa bedeutete zudem immer wieder Hochwasserwarnungen für einzelne Flussgebiete im Freistaat Sachsen. Durch die hohe Bodenfeuchte führten besonders Ende Juli auftretende ergiebige Regenfronten, zum Teil mit zellenhaft verstärkten Niederschlägen, zu schnellen Abflüssen und damit steigenden Pegelständen.

Größere flächenhafte Schadensereignisse traten in diesem Zeitraum glücklicherweise im Freistaat Sachsen nicht auf. Für die für den Hochwasserschutz auf den verschiedenen Ebenen zuständigen Akteure bedeutet der Ereignisabriss, weiter sensibel und vorausschauend am präventiven und abwehrenden Hochwasserschutz zu arbeiten. Dabei müssen auch immer wieder bestehende Elemente der kommunalen Schutzstrategien hinterfragt und ggf. neu justiert werden.

Die Fachtagung bot insbesondere Gelegenheit, Anregungen für die Verbesserung der gemeindlichen Informationsvorsorge, der Kommunikation der Gefahrenabwehrkräfte untereinander und für die Kooperation beim Hochwasserschutz aufzunehmen.

Zudem wurde die immer stärker in den Focus rückende private Eigenvorsorge der sächsischen Bürgerinnen und Bürger vor Überschwemmungen als Teil eines ganzheitlichen Ansatzes zur Gefahrenabwehr thematisiert.

Ort: MESSE DRESDEN, Messering 6, 01067 Dresden - Saal Hamburg

Termin: 06.10.2017

Programm*

09:30 
Empfang

10:00 
Begrüßung 
Olaf Kind, Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft

10:10
Was kann und muss durch den Hochwasserschutz vor, während und nach einer Hochwasserlage geleistet werden? 
Prof. Dr. Martin Socher, Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft

10:35 
Das Hochwasserinformations- und Management(HWIMS) System in Sachsen – Bilanz 2 Jahre nach seiner Einführung 
Uwe Höhne, Landeshochwasserzentrum im Sächsischen Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie

11:00 
Aufgaben und Möglichkeiten der LTV bei der operativen Abwehr von Hochwassergefahren 
Burkhard Huth, Landestalsperrenverwaltung des Freistaates Sachsen

11:25 
Rolle der Integrierten Regionalleitstellen bei Hochwasserereignissen 
Dieter Kowark, Feuerwehr Große Kreisstadt Hoyerswerda

11:45 
Nutzung der Warn-App „BIWAPP“ im Landkreis Meißen mit Blick auf Hochwasser/Informationsvorsorge 
Ronald Voigt, LRA Meißen, Amt für Brand-, Katastrophenschutz und Rettungswesen

12:05 
Mittagessen 

13:00 
Aufgaben der Wasserwehren in der Stadt Wilthen und grenzüberschreitende Zusammenarbeit mit den örtlichen Feuerwehren 
Erik Trötscher, Freiwillige Feuerwehr Wilthen

13:20 
Starkregen - eine Herausforderung für Sachsen 
Uwe Höhne, Landeshochwasserzentrum im Sächsischen Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie

13:50 
Stärkung der Eigenvorsorge - ein Werkzeug für Bürger 
Bianka Ruge, arche noVa - Initiative für Menschen in Not e. V.

14:15 
Zusammenfassung und Ausblick 
Prof. Dr. Martin Socher, Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft

14:30 
Ende der Veranstaltung mit Möglichkeit des Messebesuchs im Anschluss

*Änderungen vorbehalten!

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