Grußworte zur FLORIAN 2019

Prof. Dr. Roland Wöller

Sächsischer Staatsminister des Innern

Prof. Dr. Roland Wöller - Sächsischer Staatsminister des Innern

Liebe Besucherinnen und Besucher,

die Messe FLORIAN findet in diesem Jahr bereits zum 9. Mal in Dresden statt. Wie in den Jahren zuvor, habe ich erneut die Schirmherrschaft sehr gerne übernommen.

Die Landeshauptstadt bietet einer Fachmesse solchen Umfanges beste Bedingungen. Im letzten Jahr hat die Messe FLORIAN einen Ausstellerrekord von über 230 Ausstellern aus zehn Ländern und einen Besucherrekord von über 17.000 Interessierten aus dem In- und Ausland aufgestellt. Somit war die Messe im Jahre 2018 die bisher meistbesuchte seit 1997, als sie an den Start ging. Das ist eine Erfolgsgeschichte!

Die Messe FLORIAN für Feuerwehr, Zivil- und Katastrophenschutz thematisiert im Verbund mit dem Rettungsdienstforum „aescutec®“ das Zusammenwirken aller Rettungskräfte bei Einsätzen im Rettungsdienst, Brand- und Katastrophenschutz.

Ich bin überzeugt, dass die Messe auch in diesem Jahr eine gute Gelegenheit für die Kameraden der Feuerwehren und die Helfer im Katastrophenschutz und Rettungswesen ist, sich mit den neuesten Techniken und Geräten vertraut zu machen, vor allem aber gemeinsam Erfahrungen auszutauschen.

So soll ein Musterfahrzeug des neuen Rüstwagens vorgestellt werden, von denen wir noch in diesem Jahr neun Stück unseren Kommunen zur Verfügung stellen werden, und ein Musterfahrzeug des neuen Tanklöschfahrzeuges Waldbrand, von denen die Kommunen im Landkreis Bautzen und Görlitz in diesem Jahr zehn Stück erhalten werden.

Breiten Raum bietet die Fachmesse auch den Themen Aus- und Fortbildung und der interkommunalen Zusammenarbeit. Die Landesfeuerwehr- und Katastrophenschutzschule führt zum Beispiel die Fachtagung Vorbeugender Brandschutz durch. Sie hat gemeinsam mit dem Staatsministerium des Innern auch einen Stand auf der Fachmesse.

Feuerwehr, Katastrophenschutz und Rettungsdienst sind gemeinsam mit der Polizei die beiden Säulen der Sicherheit im Freistaat Sachsen. Deshalb hat die Sächsische Staatsregierung im letzten Jahr mit dem „Zukunftspakt Sachsen“ umfangreiche Maßnahmen beschlossen, um den gesamten Bereich der Gefahrenabwehr zu fördern: Wir erweitern die Landesfeuerwehr- und Katastrophenschutzschule; wir erhöhen die Investitionen für die Beschaffung von Ausrüstung und Fahrzeugen; wir fördern den Erwerb von LKW-Führerscheinen für Feuerwehrangehörige; wir verbessern die Zusatz- und Unterstützungsleistungen bei der Unfallversicherung für die Freiwilligen Feuerwehren und wir ehren Feuerwehrangehörige und Helfer.

Dieser bundesweit einzigartigen Plattform wünsche ich auch in diesem Jahr viel Erfolg! Ich danke allen Organisatoren und Ausstellern für ihre Arbeit und Ideen herzlich. Und Ihnen, liebe Besucherinnen und Besucher, wünsche ich ergiebige Gespräche und neue Impulse!

Prof. Dr. Roland Wöller
Sächsischer Staatsminister des Innern

Andreas Rümpel

Vorsitzender Landesfeuerwehrverband Sachsen e.V.

Andreas Rümpel - Vorsitzender Landesfeuerwehrverband Sachsen e. V.

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Besucher der FLORIAN 2019,

ich möchte Sie in diesem besonderen Jahr 2019 herzlich zur FLORIAN-Messe in der Landeshauptstadt Dresden begrüßen. Nach acht erfolgreichen Messen in der Vergangenheit findet in diesem Jahr schon die neunte FLORIAN-Messe in Dresden statt. Der regelmäßige Austausch zwischen Herstellern, Fachleuten und Einsatzkräften ist eine Grundvoraussetzung dafür, auch zukünftig die Leistungsfähigkeit in den Bereichen Brandschutz, Rettungsdienst und Katastrophenschutz sicherzustellen. Die seit Jahren steigende Besucherzahl aus der Region, dem Freistaat Sachsen, der Bundesrepublik Deutschland und unseren Nachbarländern spricht für den Erfolg der Messe.

Jedoch 2019 ist nicht nur das Jahr der neunten FLORIAN-Messe sondern auch ein besonderes Jubiläumsjahr für die Sächsischen Feuerwehren. Der Landesfeuerwehrverband Sachsen e. V. feiert sein 150jähriges Gründungsjubiläum!

150 Jahre Landesfeuerwehrverband Sachsen stehen für 150 Jahre ehrenamtliche Tätigkeit im sächsischen Feuerwehrwesen. Heute vertritt der Verband über 43.000 freiwillige und hauptamtliche Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehren im Freistaat Sachsen. Wir haben im Freistaat Sachsen flächendeckend eine leistungsfähige Freiwillige Feuerwehr, die selbstlos 24 Stunden am Tag ein fundamentaler Bestandteil der Sicherheitsinfrastruktur ist. Diese Sicherheitsstruktur war und ist ein wesentlicher Beitrag für den Wohlstand in unserer Gesellschaft. Sowohl die wirtschaftliche Entwicklung, vom Mittelstand bis zu großen Unternehmen, die Entwicklung der Wissenschafts- und Bildungsstandorte als auch die Lebensqualität in unseren Städten und Gemeinden sind ohne funktionierenden abwehrenden Brandschutz und ohne professionelle Hilfe in vielen Gefahrensituationen nicht denkbar. In 150 Jahren haben Menschen über viele Generationen gemeinsam ehrenamtlichen Dienst in den Freiwilligen Feuerwehren des Freistaates Sachsen geleistet. Sie haben nicht nur für Sicherheit gesorgt, sondern auch maßgeblich die Gemeinschaft mitgestaltet und das Miteinander gefördert. Den nächsten Generationen wurden und werden Werte vermittelt, für die sich der persönliche Einsatz lohnt. Die integrierende Wirkung der Freiwilligen Feuerwehr fördert die Gemeinschaften in den Städten und Gemeinden.

Wir können mit Stolz auf die Tradition und die Werte unserer Feuerwehren blicken und ich freue mich, dass wir auch im Rahmen der FLORIAN 2019 dieses Jubiläum feiern werden. Besuchen Sie uns!

Ich wünsche allen Kameradinnen und Kameraden, den Ausstellern und allen Gästen einen spannenden Messeaufenthalt!

Ihr
Andreas Rümpel

Vorsitzender Landesfeuerwehrverband Sachsen e. V.

Branddirektor Dipl.-Ing. Jörg Wackerhahn

Sprecher der Arbeitsgemeinschaft der Feuerwehren im Rettungsdienst (AG FReDi) der AGBF Bund

Branddirektor Dipl.-Ing. Jörg Wackerhahn - Sprecher der Arbeitsgemeinschaft der Feuerwehren im Rettungsdienst (AG FReDi) der AGBF Bund

Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,
liebe Besucherinnen und Besucher der FLORIAN/aescutec® 2019,

die Feuerwehren und Hilfsorganisationen stehen vor großen Herausforderungen.

Waldbrände, Sturm- und Starkregeneinsätze belasten die Feuerwehren seit Beginn des Jahres. Der Klimawandel hat uns also voll im Griff. Aber: „Sind wir materiell, personell und vor allen Dingen organisatorisch wirklich gut darauf vorbereitet?“

Steigende Einsatzzahlen, mangelnde Selbsthilfe und Fachkräftemangel – nur einige Stichworte, die die Situation im Rettungswesen widerspiegeln. Vielerorts arbeiten die Rettungsdienste am Rande der Leistungsfähigkeit. Daher ist die vom Bund angestrebte Neustrukturierung der Notfallversorgung grundsätzlich ein willkommener und längst überfälliger Prozess! Dabei gilt es jedoch, die Notrufnummer 112, die für Notfälle und die zeitkritische Gefahrenabwehr steht, in der bisherigen Form zu erhalten und durch eine Trennung zu den Aufgaben der Terminservicestellen unter 116117 abzugrenzen!

Die FLORIAN/aescutec® bietet eine „gute Plattform“, die oben genannten Themenbereiche zu diskutieren und die Erfahrungen mit anderen Besuchern zu teilen. Die Messe ist auch eine ideale Veranstaltung, um persönliche Kontakte zu erweitern und zu vertiefen. Sie hat sich in den letzten Jahren zu einer festen Größe in der Feuerwehr-/Rettungsdienstlandschaft entwickelt, Tendenz steigend!

Durch die Präsenz der Organisationen und Verbände eignet sie sich auch hervorragend für Besucher, die eine berufliche Herausforderung im Rettungswesen suchen oder die sich ehrenamtlich engagieren wollen. Wir stehen bereit, sprechen Sie uns an!

Die AG FReDi als Vertreter der im Rettungsdienst tätigen Feuerwehren in Deutschland übernimmt daher gerne auch im Jahr 2019 wieder die ideelle Trägerschaft und beteiligt sich an den Fachfortbildungen und an Übungen.

Den Ausstellern sowie allen Besuchern wünsche ich eine gute und interessante Zeit auf der Messe, anregende Diskussionen sowie viele neue Ideen und Kontakte. Gleichzeitig lade ich Sie herzlich ein, uns am Stand der AG FReDi zu besuchen!

Branddirektor Dipl.-Ing. Jörg Wackerhahn
Sprecher der Arbeitsgemeinschaft der Feuerwehren im Rettungsdienst (AG FReDi) der AGBF Bund

Oberst Klaus Finck

Kommandeur des Landeskommandos Sachsen

Oberst Klaus Finck - Kommandeur des Landeskommandos Sachsen

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Besucherinnen und Besucher der FLORIAN 2019,

die Zusammenarbeit zwischen den zivilen Rettungs- und Hilfsorganisationen und den Behörden auf der einen Seite sowie der Bundeswehr auf der anderen Seite wird nicht nur im Hinblick auf den Klimawandel immer wichtiger.

Unser Einsatz an der Seite des Staatsbetriebs Sachsenforst im Kampf gegen den Borkenkäfer in den letzten Wochen hat es gezeigt: Wenn es darauf ankommt, helfen die Streitkräfte Seite an Seite mit den zivilen Akteuren. Unsere Soldaten aus Sachsen haben im sächsischen Wald unterstützt. Dass diese Zusammenarbeit reibungslos verläuft, ist auch unserem gemeinsamen Engagement in den letzten Jahren geschuldet. Aufgabe des von mir geführten Landeskommandos Sachsen ist es, diese enge Zusammenarbeit zwischen der militärischen und zivilen Seite sicherzustellen. Durch vielfältige gemeinsame Übungen, Konferenzen und intensive enge Kontakte mit allen Beteiligten sind wir jederzeit in der Lage, professionell auf Hilfeanforderungen der zivilen Seite zu reagieren.

Aufgabe des Landeskommandos Sachsen ist es in jüngster Zeit zunehmend mehr, militärische Partner, die im Freistaat üben oder sächsisches Territorium durchfahren, im Rahmen des sogenannten „Host Nation Support“ zu unterstützen. In Krisenlagen und auch beim Host Nation Support hat es sich in Sachsen immer wieder gezeigt, wie wichtig nicht nur die enge Zusammenarbeit aller beteiligten Stellen ist, sondern auch eine gute Ausrüstung und Ausbildung. Deshalb freuen wir uns besonders, auch in diesem Jahr wieder auf der FLORIAN, der Fachmesse für Feuerwehr-, Zivil- und Katastrophenschutz, in der sächsischen Landeshauptstadt zu Gast zu sein.

Diese Kooperation aller Organisationen des Rettungswesens und Katastrophenschutzes lebt vom Austausch und ist die Grundlage erfolgreicher Einsätze. Über Organisationsgrenzen hinweg miteinander ins Gespräch zu kommen, ist gerade auch für uns einer der wichtigsten Vorteile der FLORIAN.

Das Landeskommando Sachsen ist mit seinen Beraterteams aus Reservisten in den Landkreisen, Kreisfreien Städten, bei der Landesdirektion und im Sächsischen Staatsministerium des Innern der erste militärische Ansprechpartner für Behörden und Rettungsorganisationen im Freistaat Sachsen. Wir, die aktiven Soldaten und Soldatinnen sowie die Reservedienstleistenden des Teams Landeskommando Sachsen, fühlen uns dem Freistaat Sachsen in besonderer Weise verpflichtet.

Wir freuen uns auf zahlreiche Möglichkeiten zu persönlichen Gesprächen, sowohl mit Fachbesuchern als auch dem interessierten Publikum auf der FLORIAN-Messe. Sie finden uns in Halle 3 an Stand A08.

Ihr
Oberst Klaus Finck
Kommandeur des Landeskommandos Sachsen

Rüdiger Unger

Vorstandsvorsitzender des DRK Landesverband Sachsen e. V.

Rüdiger Unger - Vorstandsvorsitzender des DRK Landesverband Sachsen e. V.

Liebe Besucherinnen und Besucher,

der Fachmesse für Feuerwehr, Zivil- und Katastrophenschutz in Dresden ist es gelungen, eine Plattform zu etablieren, die nicht nur die neueste Technik zeigt, sondern vor allem eines ermöglicht: eine Begegnung und ein gemeinsamer Erfahrungsaustausch der Akteure im Bevölkerungsschutz.

Das Deutsche Rote Kreuz in Sachsen ist einer der wichtigsten Akteure im Bevölkerungsschutz.

Unsere ehrenamtlichen Gemeinschaften stehen im Freistaat mit rund 30.000 Kameradinnen und Kameraden sowohl im Alltag als auch im Katastrophenfall bereit. Die Bandbreite der rund 140 Tätigkeitsfelder reicht von Altenpflege und Behindertenhilfe über Sanitäts- und Rettungsdienst bis hin zu Krankenhäusern und Kindertageseinrichtungen. Im Komplexen Hilfeleistungssystem werden all diese Tätigkeitsfelder aus Haupt- und Ehrenamt verbunden.

In Krisensituationen und bei Katastrophen können wir so auf ein flexibles und vernetztes System an Unterstützungsleistungen zurückgreifen, um nach dem Maß der Not zu helfen, egal ob bei Großschadenslagen oder der Flüchtlingskrise.

Aber wussten Sie auch, dass bei ganz individuellen Notsituationen das Komplexe Hilfeleistungssystem funktioniert? Ein Fall aus diesem Jahr zeigt dies eindrücklich. Am 24. März 2019 verunglückte in einem Wald im Erzgebirge ein Mineraliensammler. Er stürzte in einem Stollen ungesichert mehrere Meter in die dunkle Tiefe. Es begann eine beispiellose Rettungsaktion. Am Ende waren über 100 ehrenamtliche Rettungskräfte im Einsatz, davon 27 Kameradinnen und Kameraden des Roten Kreuzes aus vier unterschiedlichen Einheiten und Spezialisierungen. Nach der Alarmierung der ersten Kräfte von der Freiwilligen Feuerwehr war schnell klar, dass Unterstützung aus den Reihen des Deutschen Roten Kreuzes notwendig war. Die Bergwacht wurde alarmiert, um die Arbeiten der Feuerwehr in dem abschüssigen Stollen zu sichern. Da eine Höhlenrettung technisch aufwendig ist und insbesondere die Ausleuchtung des Stollens, Verlegung einer Telefonanlage in den Stollen und später der Transport des Patienten viel Zeit in Anspruch nahmen, wurde die schnelle Einsatzgruppe Betreuung und Versorgung hinzugezogen. Der bis dahin vor Ort wartende Rettungswagen wurde im Laufe des Abends ebenfalls durch eine ehrenamtliche Einheit des Roten Kreuzes abgelöst. Nachdem der Patient gefunden und in dem Stollen erstversorgt wurde, stand die nächste Herausforderung an. Ein Teil des Stollens war geflutet. Zur schonenden Patientenbergung musste daher das Know-how der Wasserwacht in Anspruch genommen werden. Mit einem Schlauchfloß kam Spezialtechnik aus der Eisrettung zum Einsatz. Gegen 3 Uhr in der Nacht war die Rettung abgeschlossen und der Patient konnte ins nächste Krankenhaus gebracht werden. Fachexpertise und Technik sind wichtige Pfeiler, um der sächsischen Bevölkerung ein absolut verlässliches Maß an Schutz zu bieten. Sie, liebe Besucherinnen und Besucher, können auf unserer Ausstellungsfläche das modernste und wahrscheinlich auch spektakulärste Rettungsmittel für die Wasserrettung erleben. Neueste Technik allein genügt jedoch nicht – es bedarf ehrenamtlichen Engagements. Die Wertschätzung aller ehrenamtlichen Helfer des Bevölkerungsschutzes stellt für uns eine Selbstverständlichkeit dar. Daher haben wir alle politischen Parteien im Sächsischen Landtag gefragt, was sie in der neuen Legislaturperiode für das Ehrenamt unternehmen wollen. Die Ergebnisse können Sie sich hier ansehen: drksachsen.de/aktuelles/presse-service/landtagswahl-2019/ehrenamtliches-engagement/.

Deshalb, liebe Besucherinnen und Besucher, nutzen Sie die Fachmesse FLORIAN insbesondere auch dafür, um miteinander ins Gespräch zu kommen. Tauschen Sie Erfahrungen und Wissen aus, damit es uns gemeinsam gelingt, den Bevölkerungsschutz in Sachsen noch weiter voranzubringen.

Rüdiger Unger
Vorstandsvorsitzender des DRK Landesverband Sachsen e. V.

Albrecht Scheuermann

Referatsleiter RettD/KatS/Ausb ASB LV Sachsen e. V. / Mitglied des Präsidiums DGKM e. V.

Albrecht Scheuermann - Referatsleiter RettD/KatS/Ausb ASB LV Sachsen e. V. / Mitglied des Präsidiums DGKM e. V.

Liebe Besucherinnen und Besucher,

beinahe traditionell wird sich der ASB Landesverband Sachsen e. V. und die Deutsche Gesellschaft für Katastrophenmedizin e. V. auch an der 18. Auflage der FLORIAN – Fachmesse/ dem Rettungsdienstforum „aescutec®“ mit einem gemeinsamen Stand präsentieren und auch am wissenschaftlichen Begleitprogramm beteiligen.

In der Rückschau konnte bislang von Jahr zu Jahr der Eindruck stetig wachsender Besucherzahlen gewonnen werden, auch über die sächsischen Landesgrenzen hinweg. Das spricht für diese Fachmesse und deren thematische Ausrichtung, in welche sich beide Organisationen gern mit ihren Erfahrungen und Kompetenzen einbringen – vielen herzlichen Dank den Organisatoren.

Die zurückliegende Landeskatastrophenschutzübung „Schöna 2019“ zeigte sowohl im theoretischen wie auch im praktischen Teil die besondere Bedeutung des Zusammenwirkens passender Strukturen des Rettungsdienstes und des Bevölkerungsschutzes, im regionalen und insbesondere auch im überregionalen Maßstab. Funktionieren kann dies nur, wenn man sich kennt und vorhandene Strukturen effizient in die Hilfeleistung am Schadensort zu integrieren vermag. Zum weiteren Kennenlernen dient die Fachmesse, aber auch das begleitende Fachprogramm, mit vielen neuen innovativen Aspekten.

Die DGKM e. V. wird auf dem Fachprogramm das neue Konzept zur Betreuungssichtung vorstellen, welches auf Bundesebene interdisziplinär entwickelt wurde und eine Lücke im einsatztaktischen Gesamtkomplex des Katastrophenmanagements schließen wird.

Der ASB LV Sachsen e. V. wird den Wünschewagen präsentieren und über dieses ehrenamtlich betriebene, sich inzwischen als Erfolgskonzept darstellende System zugunsten Erkrankter im Finalstadium, mit emotional berührenden Beispielen (selbstverständlich anonymisiert) zu berichten wissen. Ehrenamtlichkeit und Kostenfreiheit für die Betroffenen bedeutet andererseits um Spenden bitten zu müssen, welche dieses Angebot fortdauernd sichern helfen.

Vorführungen der Rettungshundestaffel des ASB Dresden und Kamenz werden die gemeinsame Offerte ergänzen und gewiss wieder viele Interessenten des Rettungshundewesens anlocken.

Schließlich gilt es das Hilfeleistungssystem in seiner Einheit von täglicher Gefahrenabwehr bis hin zur Bewältigung von großen Schadenslagen oder gar Katastrophen im Zusammenwirken aller Beteiligter kontinuierlich weiter zu optimieren. Zu fachlichen Diskussionen wird dazu auf der Fachmesse und im Begleitprogramm mannigfaltig Gelegenheit geboten – wir beteiligen uns immer gern, kollegial und kompetent.

Wir freuen uns auf den Erfahrungsaustauch mit den Messebesuchern.

Albrecht Scheuermann
Referatsleiter RettD/KatS/Ausb ASB LV Sachsen e. V.
Mitglied des Präsidiums DGKM e. V.

Dietmar Link

Mitglied des Landesvorstandes Sachsen Johanniter-Unfall-Hilfe e. V.

Dietmar Link - Mitglied des Landesvorstandes Sachsen Johanniter-Unfall-Hilfe e. V.

Katschutz in der Reha-Kur

In den letzten Jahren haben die Johanniter immer wieder den Finger – oder besser gesagt ganze Hände – in die Wunden gesteckt. Es gab zu vieles, was zu langsam vorangegangen ist. Die Deutsche Presseagentur hat unseren Bundesvorstand, Jörg Lüssem, auf der Florian 2017 zitiert mit den Worten: „Sehenden Auges in die Mangelwirtschaft“. Und in der Tat, was wir unseren Katastrophenschützern zugemutet haben, war blamabel. Die Gebäude: karge Abstellplätze ohne Umkleiden oder Sanitäreinrichtungen. Es fehlte an allem.

Nun melde ich mich nach einigen Jahren als Johanniter zu Wort, der stolz ist auf das, was wir gemeinsam erreicht haben: Die Hilfsorganisationen wurden mehrfach als Experten von der Politik angehört und erhört. Eine kleine Novelle des Gesetzes über den Brand- und Katastrophenschutz hat es schon gegeben; eine weitreichendere versprach die Politik für diese Legislaturperiode. Der Etat für den Katastrophenschutz wurde um 1,5 Millionen aufgestockt. Weitere 2 Millionen jährlich können für bauliche Investitionen abgerufen werden. Das alles geht in die richtige Richtung.

Manchmal ist es ein langer und mühseliger Weg, bis wir marode Technik ersetzen können. Doch die Johanniter wären nicht die Johanniter, wenn sie nicht aktiv würden. Die Leipziger haben sich vor über 20 Jahren einen Einsatzleitwagen (ELW) selbst „gebastelt“. Ausgangspunkt: ein alter Fiat Ducato. Arbeitstisch, Rechner, Funk – alles einzeln beschafft und mühevoll zusammengebaut, weil es keine Fördermittel gab. Nachhaltig waren wir: Zum Schluss war der Fiat so marode, dass die Katastrophenschützer die Beifahrertür von innen zuhalten mussten. Als Ersatz bekamen wir ein ausgesondertes Fahrzeug vom Bundesamt für Güterverkehr. Mit Johanniter-Geldern konnten wir den ELW vom Profi aufbauen lassen mit vier Arbeitsplätzen, Computern, Medienanbindung, Digitalfunk und Notstromaggregat. In Heidenau kauften wir ein Autohaus und bauen es zum Katastrophenschutz-Zentrum für den Regionalverband Dresden aus. Eine neue Heimstadt bekommen darin auch der Sanitätsdienst, Fahrdienst sowie ein ambulanter Hospizdienst. Es entstehen Schulungsräume und eine Desinfektionsstrecke. Im Katastrophenfall finden 300 Menschen hier ein Evakuierungszentrum mit WCs, Duschen und einer autarken Wasser- sowie Stromversorgung. Auch im ländlichen Raum haben wir investiert, beispielsweise in Leisnig. Die dortigen Katastrophenschützer renovieren die Ausstellungshalle eines alten Fliesenwerks in Eigeninitiative. Desinfektionsstrecke und Ausbildungsraum sind einsatzbereit, Sanitär- und Ruheräume in Planung.

Wir wissen, wenn wir für die ehrenamtlichen Helfer attraktiv sein wollen, dann müssen wir vorbildliche Bedingungen schaffen, von unseren Aufgaben überzeugen. Einen richtigen Schritt hat das Sächsische Ministerium des Innern mit der Kampagne „Ehrenamt mit Blaulicht“ gemacht. Doch aus unserer Sicht müssen wir hier weitergehen. Wir setzen uns beispielsweise dafür ein, dass Katastrophenschützer eine Zusatzrente bekommen – ähnlich der Zahlungen für Ehrenamtliche bei den Feuerwehren in anderen Bundesländern.

Wir danken allen, die uns in der letzten Legislaturperiode unterstützt haben. Der neuen Landesregierung sagen wir: Wir möchten uns weiterhin aktiv einbringen. An Ideen jedenfalls fehlt es nicht.

Dietmar Link
Mitglied des Landesvorstandes Sachsen Johanniter-Unfall-Hilfe e. V.

Ralf Geracik

Vorsitzender Werkfeuerwehrverband Sachsen e.V.

Ralf Geracik - Vorsitzender Werkfeuerwehrverband Sachsen e. V.

Werte Kameradinnen und Kameraden,
Werte Messebesucher der Florian 2019

Auch in diesem Jahr möchte ich Sie recht herzlich auf der Fachmesse für Feuerwehr, Zivil- und Katastrophenschutz begrüßen. Die Erfolgsgeschichte geht weiter. 2019 gilt es noch einmal durchzustarten bevor wir 2020 auf Grund der Interschutz in Hannover pausieren.

Viele Kameraden werden sich auch in diesem Jahr einen Überblick über die neueste Technik und Geräte verschaffen. Natürlich werden wieder viele Fachgespräche geführt und es werden Erfahrungen ausgetauscht.

Brandschutz 4.0 war in den letzten Jahren ein großes Thema auf der Messe und wird es auch in diesem Jahr wieder sein. Die virtuell/digitale Feuerwehrausbildung gewinnt dabei immer mehr an Bedeutung. Man kann sich an vielen Messeständen über die Weiterbildung informieren. Aber auch bei Workshops bekommt man über das Thema einen schnellen Überblick.

Es gibt wieder neue Fahrzeuge zu besichtigen bis hin zu praktischen Vorführungen auf dem Freigelände. Wir als Werkfeuerwehrverband möchten Sie einladen, unseren Messestand zu besuchen, um dabei mehr über die Ausbildungsmöglichkeiten bei Werkfeuerwehren zu erfahren.

Ich wünsche allen Messebesuchern einen interessanten Besuch, viele Fachgespräche und eine gelungene Veranstaltung.

Ralf Geracik
Vorsitzender Werkfeuerwehrverband Sachsen e. V.

Dirk Hilbert

Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Dresden

Dirk Hilbert - Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Dresden

Für die Feuerwehr von heute und morgen

Retten, löschen, bergen, schützen – alles, was dafür gebraucht wird, kann auf der FLORIAN besichtigt werden. Über 270 Aussteller präsentieren sich auf 18.000 Quadratmetern. Vorträge, Workshops und Vorführungen rund um Feuerwehr, Zivil- und Katastrophenschutz stehen auf dem Programm.

Unsere Dresdner Feuerwehr konzentriert sich mit ihrem Messeauftritt in diesem Jahr ganz auf die Nachwuchsgewinnung.

Potentielle Bewerberinnen und Bewerber können sich beispielsweise als Einsatzleiter in einer dreidimensionalen Computerwelt versuchen.

Auf der Themeninsel Rettungsdienst dreht sich alles um das Berufsbild Notfallsanitäter. Mit dabei ist auch ein SimBody – eine bis ins letzte Haar lebensechte Simulationspuppe, die sonst bei der realitätsnahen Ausbildung eingesetzt wird. Auch die Leitstelle hat ihre eigene Themeninsel und zeigt bei Einsatzübungen, was Leitstellendisponenten machen, wenn ein Notruf eingeht. Wer neugierig geworden ist, kann gleich vor Ort einen Probe-Einstellungstest absolvieren.

Das Feuerwehrorchester BO112 wird übrigens in diesem Jahr 25 und feiert seinen Geburtstag mit einem Jubiläumskonzert. Ein viel größeres Jubiläum steht beim Landesfeuerwehrverband Sachsen e. V. an: Er wurde vor 150 Jahren gegründet. Heute vertritt er im Freistaat die Interessen der über 43.000 aktiven Feuerwehrangehörigen und über 12.500 Mitglieder der Jugendfeuerwehren. Zudem fördert der Verband die Brandschutzerziehung und -aufklärung, die Traditionspflege und den Feuerwehrsport sowie die Feuerwehrmusik. Herzlichen Glückwunsch!

Ich wünsche allen Ausstellern und Besuchern eine erfolgreiche Messe und hoffe natürlich auf viele interessierte künftige Einsatzkräfte für Feuerwehr und Rettungsdienst!

Dirk Hilbert
Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Dresden

Roland Zwerenz

Geschäftsführer ORTEC Messe und Kongress GmbH

Roland Zwerenz - Geschäftsführer ORTEC Messe und Kongress GmbH

Herzlich willkommen zur FLORIAN Fachmesse für Feuerwehr, Zivil- und Katastrophenschutz 2019!

Die FLORIAN – Fachmesse für Feuerwehr, Zivil- und Katastrophenschutz zeigt als Feuerwehrmesse des Jahres die Technologien der Zukunft für die Angehörigen von Feuerwehr, Rettungswesen und Bevölkerungsschutz.

Im Verbund mit dem Rettungsdienstforum aescutec® thematisiert die Messe das übergreifende Zusammenwirken aller Rettungskräfte. Im Jahr 1997 mit Unterstützung des Landesfeuerwehrverbandes Sachsen aus Anlass des Deutschen Jugendfeuerwehrtages entstanden, stellt die Messe FLORIAN heute eine deutschlandweit einzigartige Plattform für alle Interessierten der Bereiche Feuerwehr, Katastrophenschutz und Rettungsdienst dar. Dresden, eine der attraktivsten Städte Europas und faszinierender Standort zwischen Barock und Hochtechnologie, ermöglicht als Tor zum europäischen Osten Kontakte zu anderen Rettern und Regionen in besonderer Weise. Auch im 18. Jahrgang ist die FLORIAN weiter auf Erfolgskurs: Über 270 Aussteller aus 12 Ländern präsentieren sich in diesem Jahr auf 18.000 m2, das sind 15 % Zuwachs und ein neuer Ausstellerrekord. Und die FLORIAN in Dresden ist weiter im Aufwärtstrend: Zur nächsten FLORIAN vom 7. bis 9. Oktober 2021 wird die Ausstellungsfläche um eine weitere Messehalle erweitert. 2020 pausiert die Messe aufgrund der INTERSCHUTZ.

Ein umfangreiches Fachprogramm begleitet die diesjährige Messe. Die FLORIAN reagiert dabei auf die aktuellen Herausforderungen wie Wetterextreme, Digitalisierung sowie Nachwuchsgewinnung, denen sich Entscheider und Einsatzkräfte stellen müssen. So finden u. a. Workshops zur virtuellen/digitalen Feuerwehrausbildung, zur zivil-militärischen Zusammenarbeit sowie eine Fachtagung zu Auswirkungen des Klimawandels statt, die erstmals In Kooperation zwischen dem Sächsischen Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft (SMUL) und dem Landesfeuerwehrverband Sachsen e. V. durchgeführt wird. Premiere hat die 1. Fachtagung Rettungsdienst der AG FreDi, die sich am 12. Oktober mit aktuellen Themen wie heilkundliche Maßnahmen durch NotSan, erstes Rettungsmittel bei MANV, Gewalt gegen Einsatzkräfte, Auswirkungen Stromausfall Berlin u. v. m. beschäftigt. Unter dem Motto „Karriere bei Feuerwehr und Katastrophenschutz“ gibt es erstmals Vorträge und Einstellungstests.

Ergänzt wird die Messe durch Vorführungen im Freigelände – vom Löschangriff bis zur Katastrophenschutzübung sowie Simulationstests am Thermo-Man®. Anlässlich „150 Jahre Landesfeuerwehrverband Sachsen“ finden u. a. ein Historiker-Workshop und ein Blaulicht-Gottesdienst statt.

Unser besonderer Dank gilt den Behörden und Verbänden, die die FLORIAN langjährig in ideeller Trägerschaft unterstützen und auch in diesem Jahr das Programm mitgestalten. Darüber hinaus möchten wir uns ausdrücklich bei allen Einsatzkräften für ihren täglichen Einsatz bedanken. So haben wir den Eintritt für die Einsatzkräfte zur FLORIAN auf 3 Euro an allen Tagen gesenkt und die Teilnahme an den Fortbildungsveranstaltungen kostenfrei gestaltet – ganz im Sinne der Stärkung und Anerkennung des Ehrenamtes und der Nachwuchsförderung bei Feuerwehr, Rettungsdienst und Hilfsorganisationen.

Den Ausstellern, Besuchern und Programmteilnehmern der Messe wünsche ich eine erfolgreiche und informative Veranstaltung und eine gute Zeit auf der FLORIAN 2019. Auf Wiedersehen zur FLORIAN 2021!

Roland Zwerenz
Geschäftsführer ORTEC Messe und Kongress GmbH

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